Fairtrade-Stadt

Fotograf: Jakub Kaliszewski

Mering will Fairtrade-Gemeinde werden

Seit Januar 2009 können sich Kommunen in Deutschland für ihr Engagement im Fairen Handel um den Titel Fairtrade-Town bewerben. Die Kampagne Fairtrade Towns vernetzt erfolgreich Akteure aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik und fördert den Fairen Handel auf kommunaler Ebene. In Deutschland wächst zunehmend das Bewusstsein für gerechte Produktionsbedingungen sowie soziale und umweltschonende Herstellungs-und Handelsstrukturen. Auf kommunaler Ebene spielt der Faire Handel in allen gesellschaftlichen Bereichen eine wichtige Rolle, zunehmend auch bei der öffentlichen Beschaffung. Die Fairtrade-Towns Kampagne bietet einen Startschuss für ein faires, nachhaltiges Engagement in einer Kommune. Angeknüpft an die Lokale Agenda 21 übernimmt eine Fairtrade-Town soziale Verantwortung und damit eine Vorbildfunktion für Bürgerinnen und Bürger. Für Mering bedeutet dies, sich als innovative weltoffene Gemeinde zu etablieren und ein positives Image zu transportieren. Durch das mittlerweile überregional bekannte Bündnis „Nachhaltiges Mering“ hat die Gemeinde bereits einen engagierten Partner auf dem Weg zur fairen Stadt. Der verknüpfende Charakter der Kampagne öffnet meist ganz neue Kooperationsformen regional, national sowie international. Weltweit gibt es bereits über 1.400 Fairtrade Towns in über 24 Ländern.

Seit ca. 3 Jahren verfolge ich das Ziel, Mering zur Fairtrade-Gemeinde zu machen, weil ich diesen Schritt für richtig und wichtig halte auf dem Weg zu einer nachhaltigen Gemeinde und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das bald schaffen können.

Zur Erlangung des Titels Fairtrade-Town müssen folgende Kriterien erfüllt werden:

  • Kriterium 1 Es liegt ein Beschluss des Gemeinderats vor, dass bei allen Sitzungen der Ausschüsse und des Rates sowie im Bürgermeister-, bzw. Landratsbüro Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus Fairem Handel verwendet wird. Es wird die Entscheidung getroffen, als Stadt (bzw. Gemeinde/Landkreis) den Titel „Fairtrade Stadt“ (bzw. Gemeinde/Landkreis) anzustreben.
    Status in Mering: Der Gemeinderatsbeschluss wurde am 17.9.2020 gefasst. Hier finden Sie den Antragstext.
  • Kriterium 2 Es wird eine lokale Steuerungsgruppe gebildet, die auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt“ (bzw. Gemeinde/Landkreis) die Aktivitäten vor Ort koordiniert.
    Status in Mering: Die Steuerungsgruppe wurde in Mering auf Initiative des Aktionsbündnisses Nachhaltiges Mering bereits am 8.7.2020 gegründet.
  • Kriterium 3 In den lokalen Einzelhandelsgeschäften (darunter auch Floristen) sowie in Cafés und Restaurants werden Fairtrade-Produkte angeboten (jeweils mindestens zwei, die Anzahl der Geschäfte und gastronomischen Betriebe richtet sich nach der Einwohnerzahl).
    Status in Mering: Es gibt bereits einige Geschäfte in Mering, die Bereitschaft signalisiert haben mitzumachen.
  • Kriterium 4 In öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen werden Fairtrade-Produkte verwendet und es werden dort Bildungsaktivitäten zum Thema „Fairer Handel“ durchgeführt. Der Nachweis erfolgt über Bestätigungsformulare.
    Status in Mering: Auch hier gibt es bereits konkrete Initiativen.
  • Kriterium 5 Die örtlichen Medien berichten über Aktivitäten auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt“ (bzw. Gemeinde/Landkreis).
    Status in Mering: Es gab bereits Presseberichte über den Fortschritt des Projekts (siehe unten).

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Kampagne Fairtrade-Towns. Dort findet sich auch eine Übersichtskarte der Fairtrade-Gemeinden und -Landkreise in Deutschland.

Presse

Friedberger Allgemeine Zeitung vom 22.7.2020 (online)

Friedberger Allgemeine Zeitung vom 23.7.2020 (gedruckte Ausgabe).

Friedberger Allgemeine Zeitung vom 27.9.2020 (online)

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